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Naturschutzgebiet

Identitätskarte

  • Grundstucksgröße (ha): 3.370,00
  • Regionen: Lazio
  • Provinzen: Roma
  • Städte: Ciampino, Marino, Roma
  • Zur Festlegung von Maßnahmen: LR 66 10/11/1988
  • Offizielle Liste Nat.: EUAP0446

 

 
Lavastrom mit Kiefern

Der Park

Der Parco dell'Appia Antica ist ein Schutzgebiet von regionalem Interesse, das durch das Regionalgesetz Nr. 66 ("Istituzione del parco regionale suburbano dell'Appia Antica") vom 10. November 1988 gegründet wurde.
Mit der Verabschiedung des L.R. 29/97 wurde das Gebiet von Tor Marancia in den Park mit eingeschlossen. Ziele des Parks sind die Erhaltung und die Verbesserung des Territoriums, um Bürgern und Besuchern die Möglichkeit zu bieten, die außerordentliche Schönheit der Landschaft und den historischen, künstlerischen und kulturellen Wert des Gebiets kennenzulernen.

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Pflastersteine

Die Geschichte

312 vor Christus: Die neue Straße wurde nach dem Konsul Appius Claudius benannt und erreichte Kampanien und auch Brindisi. Das wichtigste Merkmal der Via Appia war ihre Befahrbarkeit mit jederlei Fahrzeug, auch bei schlechtem Wetter. Dies war ihrer neuartigen Pflasterung zu verdanken. Auf den üblichen Schotterwegen war es für Wagen und ähnliche Mittel schwierig, bei Regen zu fahren. Die großen und glatten Steine der neuen Straße erleichterten den Verkehr bei jeder Wetterlage. Die Pflasterung war auf einer Schicht aus Rollsplitt aufgebaut, der Halt und Wasserabfluss gewährte. Es handelte sich hierbei um eine für die damalige Zeit revolutionäre Technik, die zum intensiven Ausbau des römischen Straßennetzes führte.
Die Via Appia ist fast durchgehend geradlinig und ist 4,10 m breit, so dass der Verkehr in beide Richtungen einfach war. An der Straße entlang verliefen auch zwei Fußgängerwege, mit Meilensteinen versehen, die sehr nützlich für die Reisenden waren. Aus diesen Gründen verdiente die Via Appia ihre Bezeichnung Regina Viarum, Königin der Straßen.
Über die ersten Meilen hinweg wurden zahlreiche Grabstätten aufgebaut, da Verstorbene nach Gesetz nicht innerhalb des geheiligten Gebiets des Pomerio bestattet werden konnten. Deswegen befinden sich viele große und kleine Denkmäler angesehener Familien entlang der Straße, aber auch von Brüderschaften, die ihren Mitgliedern ein angemessenes Begräbnis gewähren wollten, oder auch unterirdische Friedhöfe von ethnischen oder religiösen Gruppen. Ein außerordentliches Erbe von historischen, kulturellen und künstlerischen Zeugnissen wurde auf diese Art und Weise geschaffen.

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Archäologie: Ein unschätzbarer Reichtum

Der Regionalpark Appia Antica bietet den Besuchern eine Tour über die Entwicklung des Territoriums. Es geht um das ursprüngliche Landschaftsbild bis hin zu den Veränderungen, welche die Ansiedlungen der Menschen mit sich gebracht haben, von der Entstehung einer großen Verkehrsader bis hin zum neuen Landschaftsbild, das von Wegen und Straßen stark beeinflusst wurde. Es geht auch um den Niedergang eines wichtigen sozialpolitischen Systems über eine lange Zeit der Dekadenz bis hin zu den Initiativen wie Restaurierung, Erhaltung und Schutz dieses natürlichen und kulturellen Erbes.
Das Parkgebiet schließt auch das Caffarellatal ein, durch das sich der Fluss Almone zieht, und welches das wichtigste Zeugnis der landwirtschafltichen Gebiete um die Stadt darstellt. Es finden sich aber auch Denkmäler aus anderen Epochen, wie z.B. der dem Gott Redicolo geweihte Tempel, das Nymphäum der Egeria, die Kirche Sant'Urbano, die mittelalterlichen Türme und Bauwerke, die römischen Grabanlagen und der Parco degli Aquedotti mitsamt den Überresten der mächtigen Rohre, die die Stadt mit Wasser versorgten.

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Landschaft und Umwelt

Die Landschaft ist das Ergebnis des Zusammenwirkens natürlicher und menschlicher Faktoren, die sich in einem bestimmten Gebiet zeigen.
Die Tätigkeit des Vulcano Laziale begann vor ca. 600 Jahren und hat das Gebiet der Appia direkt betroffen (Lavastrom von Capo Bove). Die vulkanische Tätigkeit hat viele Aspekte der ursprünglichen Landschaft beeinflusst, und sie hat die Entstehung der "Plattform" verursacht, die für den "Entwurf" der Via Appia diente.
Auch Witterungseinflüsse haben eine wichtige Rolle gespielt, da sie dazu beigetragen haben, das Gelände wellig zu formen. Andere Teile des gleichen Gebietes haben einen gleichmäßigeren Verlauf mit breiten flachen Strecken.

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Natur: Die Biodiversität des Parks

Das wichtigste Merkmal des Parco dell'Appia Antica ist seine Gestaltung als „grüner Keil" zwischen den südöstlichen Stadtteilen Roms und der Colli Albani, für die der Park ein wichtiger "biologischer Korridor" darstellt (d.h. ein funktionelles biologisches Verbindungsgebiet).
Im Park findet man auch einige Gebiete von großem naturwissenschaftlichem Interesse, z. B. den alten Wald Bosco Farnese, der von Flaum-Eichen und Korkeichen charkterisiert wird. Zwischen den Denkmälern des Circo di Massenzio besteht eine typische Ruinenvegetation mit Olivenbäumen, Mandelbäumen, Macchia mit Brombeeren, Mastixbäumen, Sträuchern wie z.B. Weißdorn, Pfaffenhütchen und Blutroter Hartriegel. In Villa dei Quintili wachsen auch Orchideen. Um den kleinen See herum und auf den Feuchtwiesen gedeiht der Schild-Hahnenfuß. Im Gebiet von Tor Marancia, am Bewässerungsgraben Fosso di Tor Carbone entlang, wachsen die Hängenden Segge und die Schwarzpappel.

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