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Parco Nazionale dell'Arcipelago di La Maddalena

www.lamaddalenapark.it

Naturschutzgebiet

Identitätskarte

  • Arcipelago di La Maddalena Parco Nazionale:
    • Grundstucksgröße (ha): 5.134,00
    • Meeresoberfläche (ha): 15.046,00
    • Regionen: Sardegna
    • Provinzen: Sassari
    • Städte: La Maddalena
    • Zur Festlegung von Maßnahmen: L 10 4/01/1994 - DPR 17/5/96
    • Offizielle Liste Nat.: EUAP0018
  • Andere Schutzgebiete verwaltet:
    • SIC e ZPS Arcipelago La Maddalena

Statut des Parkausschusses (902Kb)

Ausfertigung von Erlaubnisse und Genehmigungen
Einige Tätigkeiten bzw. Sportschifffahrt, Angelsport, Sporttauchen sowie Wirtschaftstätigkeiten auf See sind im Parksgebiet nur nach vorheriger Ausfertigung von besonderen Genehmigungen erlaubt.>>>

 

 
Cala Andreani
Rosa Strand

Der Park

Das Archipel von La Maddalena liegt im Nordosten Sardiniens, in der Nähe der Bocche di Bonifacio. Es besteht aus einer Galaxie der Inseln, Inselchen und Felsen, die vom starken Wind und vom Strom der Bocche modelliert wurden. Die Einbuchtungen und Abstiege der Inseln schaffen unzählige natürliche Anlegestellen. Sie vermischen sich mit den Farben des Meeres und mit den kristallklaren Wassern, welche das Archipel weltberühmt gemacht haben. Heute ist es nicht mehr nur für den rosa Strand in Budelli bekannt, der unter strengen Bewahrungsmassnahmen steht und daher für die Öffentlichkeit teilweise nicht zugänglich ist. Der Strand stellt das besondere Schmuckstück des Archipels und des Parks dar.
Der Aneignung institutioneller Massnahmen ist, so wie von den Regionen mit speziellem Statut und vom Rahmengesetz der Schutzgebiete vorgesehen, auf die Basis einer Einigung zwischen dem Staat und der Region Sardinien, die Eingriffe zum Schutz und zur Aufwertung der Ressourcen von Natur, Geschichte, Kultur, Tradition und Sitte des Archipels und seiner Bevölkerung umfasst, gefolgt. Der Parco Nazionale dell'Arcipelago di La Maddalena ist der erste Nationalpark Sardiniens, der Einzige in Italien, dessen Territorium zu einer einzigen Stadt gehört.

Der Park wurde am 4. Januar 1994 gesetzlich gegründet, entsprechend der Schutzgebietsnorm. Der Verwaltungsausschuss des Parks wird seit dem 17. Mai 1996 von einem Dekret des Präsidenten der Republik geregelt (D.P.R.). Dieses Dekret hat auch die ersten Normen zu Bewahrung und Schutz eingeführt. Zudem bezeichnet es die Grenzen des Parks, welche "alle Inseln und Inselchen des Territoriums umfassen, die zur Stadt La Maddalena gehören, sowie die umliegenden marinen Gebiete"; die Küste ist über 180 Km lang, was einem Zehntel von ganz Sardinien entspricht. Der Parco Nazionale dell'Arcipelago di La Maddalena ist neben dem Parco Nazionale dell'Arcipelago Toscano einer der zwei italienischen Nationalparks, die sich auf eine sowohl erdbezogen (5.100 ha) als auch wasserbezogen (15.000 ha) so grosse Fläche erstrecken. Der Parco Nazionale dell'Arcipelago di La Maddalena stellt auch in Bezug auf die Bocche di Bonifacio, andenen der Parkausschuss seit etwa zehn Jahren, und seit etwa zwei Jahren besonders erfolgreich, arbeitet.

Delphin
Küken
Clavelina lepadiformis

Die Natur des Parks

Fast die gesamte Fläche des Parco Nazionale dell'Arcipelago di La Maddalena ist eine Stätte von gemeinschaftlichem Interesse (SIC), wie es von der Direktive Habitat 92/43 CE angegeben wird. Er wird charakterisiert durch die Präsenz von über 700 Vegetationsarten, die ein Drittel der sardischen Flora darstellen. Die endemischen Arten sind über 50 und stellen 25% aller endemyschen Arten in Sardinien dar. Auch sind viele andere seltene Arten von phytogeographischem Interesse, sowie viele Habitats von gemeinschaftlicher Relevanz vorhanden.

Die Flora
Die wichtigsten Vegetationsformationen des Territoriums sind diejenigen, die für das mediterrane Küstenband typisch sind; die Macchia wird dominiert von Wacholder, wilder Erdbeere, Steinlinde, Mastix, Myrte, Heidekraut, Calicotome, Zistrose und Euphorbia. In Richtung der Küste degradiert die niederere Macchia zur Garrigue, wo unter den charakteristischsten Phytozenosen, die Halophylen besonders nennenswert sind. Die sandigen Oberflächen und die mehr oder weniger salzigen Orte gewähren die Entstehung von Almetern, Salicometern und psammophyler Vegetation. Die vegetationelle Landschaft der Inseln wird stark geprägt durch den Faktor Wind, durch die Trockenheit und durch die Kargheit der Böden, sowie durch die Höhe und durch die Entfernung vom Festland. Im Archipel von La Maddalena hat die exklusive bis seltene endemysche Komponente zur Entstehung von einzigartigen, seltenen oder zumindest maximal evolvierten vegetationellen Gruppierungen geführt. Einer dieser Fälle sind die niederen Formationen von Artemisia densiflora in Razzoli. Auch die  e i Gynepeter und Juniperus phoenicea in Spargi, Caprera, Budelli, Santa Maria und in La Maddalena gehören in einer Weitläufigkeit und zu einem Bewahrungsgrad dazu, der im ganzen Mediterran Seinesgleichen sucht.

Die Fauna
Das Archipel von La Maddalena fällt unter die wichtigsten Gebiete, was Wirbeltierfauna angeht (Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere) und besonders, was nistende Meeresvögel angeht. Aus den vom Parco Nazionale eingeleiteten Recherchen ist hervorgegangen, dass das System der kleinen Inseln zwischen Sardinien und Corsica auch eine wichtige Raststätte für Sahara-Zugvögel darstellt, bevor sie sich weitervermehren. Die Wirbeltierfauna des Archipels von La Maddalena ist repräsentaiv für die mediterrane, mittelwestliche Gemeinschaft, sowohl was ihre Bodenkomponente, als auch was ihre Wasserkomponente angeht.
Obwohl unter diesem Aspekt nicht die Rede von einer einzigartigen Stätte sein kann, muss dennoch die globale Relevanz des Archipel für einige nistende Meeresvogelarten, wie den Larus audouinii, betont werden. Auch ist der Phalacrocorax aristotelis desmarestii vorhanden, deren Bevölkerungen innerhalb des Schutzgebietes jeweils 1% und 3% ihrer weltweiten Bevölkerung darstellen.

Weitere Informationen:

Seeschwalben
Caprera Insel

Schutz der Umwelt

Mit der Gründung des Nationalparks und den entsprechenden Schutzvorkehrungen (vorgesehen von Anhang A des PDF D.P.R. 17. Mai 1996) sind einige Begrenzungen der Aktivitäten eingeführt worden, die auf dem Territorium durchgeführt werden können. Im Laufe der Jahre waren einige jährliche Regelungen vorgenommen worden, was ab dem Jahr 2007 nicht mehr möglich gewesen ist. Die Regelungen wurden durch spezifische Massnahmen ersetzt, die mit dem Bedürfnis verbunden sind, den naturalistischen Unannehmlichkeiten vorzubeugen, welche durch starken Touristenandrang verursacht werden. Die Gründung des Parco Nazionale dell'Arcipelago di La Maddalena wurde von Staat und Region unterstützt. Unter den wichtigsten Zielen findet sich hierbei die Aufwertung der natürlichen und historisch-architektonischen Güter, was durch eine Reihe von Eingriffen zu ihrer Wiederherstellung geschehen soll, falss Zeichen des Verfalls augetreten sind oder auftreten.

Weitere Informationen

 

Die Dünen des Strandes von Bassa Trinita

Das Archipel

Zum überwiegenden Teil hat die Welt der kleinen Inseln mit gutem Klima in den letzten Jahrzehnten eine starke Wandlung erlebt. Dies ist durch den Tourismus und den Zerfall der natürlichen Ökosysteme bzw. durch ihre Wandlung zu halbnatürlichen oder stark verkünstlichten Ökosystemen geschehen. In Gegentendenz zu dieser generellen Neigung, hat das La Maddalena Archipel, die stärker bevölkerte Hauptinsel ausgenommen, eine grundlegende Natürlichkeit bewahrt; sowohl am Boden (Spargi, Budelli, Razzoli, Spargiotto, Barrettini, Mortorio und Nibani) sowohl und vor Allem im Wasser. Es stellt ein positives Beispiel von Küstenschutz dar. Das Küstenschutzssystem ist über 180 Km lang.
Abgesehen vo der La Maddalena Insel mit der gleichnamigen Stadt, der Siedlung von Stagnali in Caprera und etwa 20 Behausungen in einer kleinen Zone von Santa Maria und nur im Sommer bewohnt werden, ist das Archipel unbewohnt. Grundlegend hat es über zwei Jahrhunderte lang seine ursprüngliche Form beibehalten, wie auch vom Portolano dell'Albini aus dem XIX Jh. bezeugt wird.

Weitere Informationen

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