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Parco Naturale Regionale del Beigua

www.parcobeigua.it

Naturschutzgebiet

Identitätskarte

  • Beigua Parco Naturale Regionale:
    • Grundstucksgröße (ha): 8.715,03
    • Geschützte Flora: 1 Spezies  (Italienisches text)
    • Geschützte Fauna: 5 Art  (Italienisches text)
    • Habitat: 1 Typologie  (Italienisches text)
    • Regionen: Liguria
    • Provinzen: Genova, Savona
    • Städte: Arenzano, Campo Ligure, Cogoleto, Genova, Masone, Rossiglione, Sassello, Stella, Tiglieto, Varazze
    • Zur Festlegung von Maßnahmen: LR 12 22/02/1995 - LR 16 09/04/1985
    • Offizielle Liste Nat.: EUAP0452
  • Andere Schutzgebiete verwaltet:
    • SIC Costa di Maralunga
    • Sito d'Interesse Comunitario Beigua - Monte Dente - Gargassa - Pavaglione
    • Sito d'Interesse Comunitario Foresta della Deiva - Torrente Erro
    • Sito d'Interesse Comunitario Pian della Badia (Tiglieto)
    • Sito d'Interesse Comunitario Praglia - Pracaban - Monte Leco - Punta Martin
    • Zona di Protezione Speciale Beigua - Turchino

  • Parkplan: Mit Beschluss des Consiglio Regionale n. 44 vom 3.8.2001 bewährt
  • Sozialwirtschaftlicher Mehrjahresplan: Mit Beschluss der Giunta Regionale n. 1722 vom 27.12.2002 bewährt
  • Parkgemeinschaft: Pastorino Giuliano (Präsident)

 

 
Panorama verso Genova - Loc. Pratorotondo

Ein Park im Dienst der Biodiversität

Sechsundzwanzig Kilometer Gebirgskämme in der nächsten Nähe der Riviera Ligure. Diese erstrecken sich vom Colle del Giovo über die Gipfel von M. Beigua (1287 m), Cima Frattin (1145 m), M. Rama (1148 m), M. Argentea (1082 m) und M. Reixa (1183 m) bis Passo del Turchino. Sie sind durch Grasländer, Feuchtbiotope, Buchen-, Eichen- und Kastanienwälder, steile Hänge und Steinaufschlüsse gekennzeichnet. Ausserdem sind einige Strecken des Gebiets von mittelländischer Vegetation bedeckt. Die Berggruppe des Beigua stellt eines unter den reichsten Gebieten der Region Ligurien dar- dank seiner Biodiversität. Dieses Gebiet ist für die Migration der Tagraubvögel international bekannt. Zudem sind Goldadler, Uhus, Steinrötel und Dorngrasmücken, zusammen mit achtzig weiteren Vogelarten seit einigen Jahren ins Gebiet zurückgekommen.
In den verborgensten Bereichen leben sogar Wölfe, und in den Gewässern vor Varazze, Cogoleto und Arenzano sind oft Wale zu sehen.
Innerhalb weniger Kilometer können hier Touristen auch die Vegetation der macchia mediterranea sowie Torfgruben, Zeugen einer Zeit, in der Eis und Felsen jden Tag das Angesicht der Erde neu gestalteten, bestaunen.
Im Parco Naturale Regionale del Beigua werden Touristen auch seltene Kleintiere und farbenfrohe endemische Blumenarten wie Viola Bertolonii, Cerastium utriense, Asplenium cuneifolium, Daphne cneorum, Cheilantes marantae sehen.
Innerhalb dieses Parks gibt es auch drei wichtige "Foreste Demaniali Regionali", nämlich die Wälder "Deiva" in der Gemeinde von Sassello, "Lerone" in den Gemeinden von Arenzano und Cogoleto und "Tiglieto" in den Gemeinden von Tiglieto, Masone und Campo Ligure, in denen für die Appenninen typische Huftiere wie Wildschweine, Rehe und Damhirsche leben.

Dafne odorosa

Ein weltweit anerkanntes geologisches Erbe - der Beigua Geopark

Ab März 2005 ist der Parco del Begua - Beigua Geopark als internationaler "Geopark" innerhalb des Rete Europea dei Geoparchi und Rete Globale dei Geoparchi dell'UNESCO anerkannt.
Der Geopark Beigua umfasst das ganze Gebiet des Parco naturale regionale del Beigua und noch dazu ein weites Gebiet, das mit dem Naturpark funktionell verbunden ist. Der Geopark deckt insgesamt 39.230 ha über die Gemeinden Arenzano, Campo Ligure, Cogoleto, Genova, Masone, Rossiglione, Sassello, Stella, Tiglieto und Varazze.
Dieses Gebiet erzählt die geologische Geschichte Liguriens. Felsaufschlüsse, Mineralisationen, Knochenschichten und spektakülare Formen, die allmählich von den Witterungseinflüssen gestaltet wurden.
Grosse Entwicklungsereignisse haben das Herz des Naturparks geprägt, das vor allem aus metamorphischem Gestein besteht, auch Ophiolit oder „grünes Gestein" genannt. Dieses Gestein stammt aus chemischen und physischen Veränderungen, die ursprünglich magmatische Gesteine auf dem ozeanischen Boden betrafen. Es handelt sich um Serpentinfelse und Sedimentärgesteine, aber auch Eklogiten, Metagabbro und Prasinit. Es gibt dann auch noch die durch metamorphische Prozesse veränderte Sedimentabfolgen, die allgemein als Bündnerschiefer bezeichnet werden, aber Gesteine unterschiedlicher Herkunft umfassen (Quarzschiefer, Tonschiefer, usw.)
Die geologische Landschaft des Naturparks umfasst ausserdem Sedimentformationen mit Konglomeraten und Brekzien, Mergeln und Sandsteinen, welche im Gebiet Sassello, Varazze und Val Gargassa zu finden sind.
Im Geopark sind besondere geomorfologische Merkmale zu finden, die mit vegangenenen morfogenetischen Prozessen verbunden sind und das Gebiet einzigartig machen, wie z.B. periglaziale Ablagerungen auf dem Gipfel des Massivs des Beigua, die Prozesse, welche die heutige Flussgestaltung bestimmt haben (Schluchten und Maänder, Erdrutsche und Ablagerungen), sowie die Terrasierungen, welche die Veränderungen des Meeresspiegels zwischen Arenzano und Varazze zeigen.
Das Gebiet ist auch durch paläontologisch interessante Zonen mit zahlreichen und gut erhaltenen Fossilien, sowie durch Stätten von mineralogischem Interesse charakterisiert. Es ist übrigens reich an Wasserressourcen.

Essicatoio in Loc. Piampaludo - Sassello
Das große Gestein
Formaggetta des Stura Tals

Ein Park für nachhaltige Entwicklung

Der Parco del Beigua ist von kostbaren geschichtlichen und kulturellen Spuren gekennzeichnet, die sowohl auf dem Gebiet als auch in den Museen bewahrt sind. Sie erzählen von der Entwicklung der hiesigen menschlichen Ansiedlungen und von den wichtigen Handelswegen zwischen Küste und Poebene.
Dieser biologische, ökonomische und kulturelle Reichtum soll den nächsten Generationen übertragen werden.
Vieles bezeugt die Anwesenheit von Hirten und Jägern prähistorischer Zeiten. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Parkgebiet eine immer grössere Rolle gespielt. Es wurde nämlich zum Kreuzweg für wichtige Handelswege der Küste und der Poebene, was auch der Niederlassung der Cistercenser Mönche im Tal Valle dell'Orba ( Badia di Tilieto, 1120 gegründet) zu verdanken war, welche die Entwicklung von Architektur und Agrikultur förderte, wie heute noch zu sehen ist.
Besonders interessant sind hierbei die Produktion von Lebensmitteln, Papier( Arenzano- Täler), Eisen (Sassello und Umgebung), Glas (Valle Stura, Valle Orba),Filigran und Holz Bewaldung.

Was die Lebensmittelproduktion betrifft, so musss der Esskastanienbaum erwähnt werden, und die traditionellen Speisen, welche mit seinen Früchten zubereitet werden.
Die antike Zuckerwarenindustrie um Sassello hat nun schon seit vielen Jahrhunderten eine gewisse Rolle gespielt. Manche ihrer Produkte, wie Amaretti und Canestrelli, werden international exportiert.
Honig, Waldfrüchten, Arzneipflanzen und Käse gehören auch zu den lokalen Spezialitäten. Es ist übrigens in Valle Stura ein kulturell-gastronomischer Wanderweg entstanden, der "Le Valli del Latte" ("Die Milchtäler") heisst. Zuletzt wollen noch die hiesige Verarbeitung von Rinds- und Schafsfleisch sowie die professionelle Sammlung und Aufbewahrung von Pilzen erwähnt sein.

Das System der Umweltverwaltung

Der Parkausschuss des Beigua wendet seit 2005 ein Umweltverwaltungssystem an;

1) Bewahrung und Aufwertung der historischen und kulturellen Umweltressourcen;
2) Verwaltung und Requalifizierung der Territorien;
3) Schutz der Biodiversität;
4) Schutz der Landschaft;
5) Recherche und wissenschaftliche Bildung;
6) Erziehung zur nachhaltigen Entwicklung;
7) Promotion der touristischen Nutzung sowie ökokompatible Aktivitäten.

Das System der Umweltverwaltung des Beigua entspricht der internationalen Norm UNI EN ISO 14001:2004, wie durch den Zertifikationsbesuch des Ausschusses am 05.07.2005 und in den folgenden jährlichen Inspektionen.
Es ist möglich, eine informatische Kopie der Zertifikate mit SGA-Gültigkeit des Parkausschusses zu erhalten.

Zudem hat die höhere Direktion des Parkausschusses des Beigua ein Umweltpolitik-Dokument entworfen, welches vom Ausschussrat angenommen wurde (N. 28, 21. Mai 2014). Es ist zur freien Einsicht als Download-Dokument verfügbar.

 

 

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