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Parco Nazionale Dolomiti Bellunesi

www.dolomitipark.it

Naturschutzgebiet

Identitätskarte

  • Andere Schutzgebiete verwaltet:
    • SIC e ZPS Dolomiti Feltrine e Bellunesi
    • ZPS Versante Sud delle Dolomiti Feltrine

Der Park ist durch unterschiedliche Habitats und Kulturen gekennzeichnet. Die Vororte, die an den Hängen der Valle del Piave (Feltrino und Bellunese) liegen, haben unterschiedliche klimatische und geologische Merkmale im Vergleich zu den Dörfern, die in Valle Agordina und Zoldana liegen.

 

 
Wiesen von Salet und Berg Coro
Quelle von La Stua

Allgemeine Eigenschaften

Die Gebiete, die aus einem naturwissenschaftlichen Gesichtpunkt aus interessanter sind, liegen in den höheren Zonen auf den Hochebenen und in den glazialen Becken. Aber auch die Talsohlen und die berühmten Eingänge zum Park sind naturwissenschaftlich sehr interessant. Die große Vielfalt an Naturräumen und Landschaften ist das bedeutungsvollste Merkmal des Nationalparks, vor allem im Sommer während der Blütezeit. Der westliche Sektor, "Vette" genannt, ist durch Grasgipfel (der Berühmteste ist Monte Pavione mit 2.335 Metern Höhe), Hangschutt, Gletschermühlen und Karstbecken charakterisiert. Man erreicht dieses Gebiet von den Hügeln (Croce d'Aune, Col dei Mich, Val di San Martin) aus über die steilen Wanderwege, die am Fusse von steilen Berghängen führen, die den Voralpen erstaunlichg ähneln. Die Gruppe Cimonega ist dagegen den Dolomiten ähnlich, und der höchste Gipfel ist Sass de Mura mit 2.550 Metern. Man kann die Gruppe von Valle di Canzoi aus erreichen. Von diesem Tal aus kann man auch die Hochebenen Erera-Brendol und Piani Eterni im östlichen Sektor der Alpi Feltrine erreichen. Dolomitische und alpinische Merkmale sind in den Gruppen von Pizzocco und Agnelezze zu finden.
Die Berge Monti del Sole (auf beiden Hängen von  Mis und Cordevole) stellen das wilde Herz des Nationalparks dar. Diese Gipfel sind imposant und unerreichbar, wie ein verwunschener Tempel in dem eine unbekannte Macht den Menschen verscheucht. Schon auf einer niedrigeren Höhe bilden Schluchten, Murfurchen, Wasserfälle, steile Gebirgskämme und Felsnasen eine unvergesslich bezaubernde Landschaft, die den östlichen Gebieten der Alpen gleicht.
Auch auf dem Belluno - Hang wechseln imposante Dolomitenwände (z.B. Burel della Schiara) und Grasgipfel (Monte Serva) einander ab. Sehr interessant sind auch der schöne Wald in der Conca di Cajada und die Schluchten der Gruppe von Talvena. Die saftig begrasten Hänge des Val Zoldana (Val Pramper und del Grisol) sind typisch für die Dolomiten und unterscheiden sich stark von den trockenen, felsigen Hängen, die man im Piave-Tal zwischen Ponte nelle Alpi und Longarone sehen kann.
Innerhalb des Nationalparks befinden sich auch zwei künstliche Seen, Mis und de La Stua in Val Canzoi.

Gämsen

Fauna

Die Dolomiti Bellunesi umfassen sehr viele Habitats und ermöglichen es vielen Tierarten, sich unter idealen Bedingungen fortzupflanzen. Gut 114 Vogelarten leben im Park, 20 hingegen sind die vorhandenen Arten an Amphybien und Reptilien. Es gibt über 3000 Gämsen und über 2000 Rehböcke. Fast 100 Arten an Tages- Schmetterlingen und 50 Arten von Laufkäfern sind präsent.

Weitere Informationen

Edelweiss
Dolomiten-Hauswurz

Vegetation

Auch die Vegetation des Nationalparks ist sehr interessant und verfügt über detaillierte, aktuelle Beschreibungen. Es gibt unterschiedliche Höhenstufen.

Mitteleuropäisch

Diese Stufe umfasst Laubwälder mit Weißbuchen, Eichen und gewöhnlichen Hopfenbuchen. In sonniger Lage bis 1000 – 1200 Meter Höhe. Oft handelt es sich hierbei um Gebiete, die vom Menschen verändert wurden. Nennenswert sind auch die primitiven, felsigen Standorte und dürren Hänge.

Subatlantisch

Diese Stufe umfasst breite Wälder mit Buchen und Nadelwäldern. In bestimmten Bereichen (Caiada, Val del Grisol) bildet die Weißtanne breite Bestände. In trockenen Standorten mit steilen Hängen wachsen schöne Pinienwälder mit Waldföhren und Schwarzkiefern, wobei sich das Verbreitungsgebiet der Schwarzkiefer erstreckt bis nach Valle del Mis. Interessant sind auch die trockenen Bergwiesen, welche die ursprünglichen Wälder auf den südlichen Hängen ersetzen, die entwaldet wurden, aber reich an seltenen Arten sind.

Boreal

Die Nadelwälder (mit Fichten) sind vor allem aus anthropischer Herkunft und die Buchenwälder werden stückweise mit Latschenwäldern ersetzt. Auf den Hängen, die am meisten vom maritimen Klima betroffen sind, fehlen die Fichtenwälder ganz. In großer Höhe sind alpine Sträucher mit Latschenwäldern, die auch in niedriger Höhe zu finden sind, Weidenwälder, Erlenwälder und Sträucherwälder mit Rhododendron und Vaccinien stark verbreitet.

Alpisch

Dies ist die botanisch interessanteste Stufe, die durch unterschiedliche Pflanzengemeinschaften gekennzeichnet ist. Hier sind einige endemische Pflanzengemeinschaften zu erwähnen, die hier zum ersten Mal beschrieben werden. Auf den Felsen gedeihen z.B. Saxifragetum burseranae und Campanuletum morettianae. In den vor Regen geschützten Schluchten sind Gemeinschaften von Silene veselskyi zu finden. Auf dem Geröll wachsen sogar „Alisseto dei brecciai", „adenostileto" und "cortuseto". Zur Verfügung stehen unterschiedliche wissenschaftliche Studien über andere Naturräume in großer Höhe, Schneelöcher und Geröll. Sehr wichtig, aber auch sehr selten sind die Feuchtgebiete und die Quellen. Die Flussufer sind übrigens reich an interessanten Pflanzenarten.

Van de Zita

Geologie

Das Parkgebiet ist sehr vielfältig, was seine Struktur und Stratigraphie betrifft. Der südliche Sektor ist ein bedeutendes Gebiet zur Forschung und Ausbildung vieler Geologen.Als die Kontinente noch nicht völlig getrennt waren, am Anfang des Mesozoikums, lag dieses Gebiet zwischen dem sogenannten "Ruga Trentina" und dem "Piattaforma friulana", die durch ein seichtes Meer und Lagunen charakterisiert waren. Zwischen diesen beiden Gebieten hat sich das Becken von Belluno geformt, wo sich die Rückstände eines tieferen Meeres abgelagert haben, die reich an Kiesel- und Mergelkomponenten waren und zur Entstehung unterschiedlicher lithologischer Formationen führten.

 

Die Geschichte

Das Territorium des Parks umfasst Naturräume in mittlerer bis großer Höhe, die kaum bewohnt sind, trotzdem spielen die Zeugnisse der menschlichen Arbeit eine wesentliche Rolle.
Mit dem Präsidialerlass, der zur Entstehung des Verwaltungsorgans vom Nationalpark geführt hat, hat man auch die Grenzen erweitert, so dass der Park zwei wichtige Gebiete von historischem Interesse umfasst. Certosa di Vedana, iegt in der Nähe des gleichnamigen Sees in der Gemeinde von Sospirolo und stellt einen wunderschönen aber pflegebedürftigen architektonischen Komplex dar. Was die ehemaligen Miniere di Valle Imperina in der Gemeinde von Rivamonte betrifft, wurden einige Maßnahmen ergriffen, um dieses Gebiet zu schützen, da es mit der Tradition der Gegend eng verbunden ist und durch die Jahrhunderte die Wirtschaft und Landschaft des Agordino stark geprägt hat.

 

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