Der Park ist durch unterschiedliche Habitats und Kulturen gekennzeichnet. Die Vororte, die an den Hängen der Valle del Piave (Feltrino und Bellunese) liegen, haben unterschiedliche klimatische und geologische Merkmale zu den Dörfern, die in Valle Agordina und Zoldana liegen.
Die Gebiete, die aus einem naturwissenschaftlichen Gesichtpunkt aus interessanter sind, liegen in den höheren Zonen auf den Hochebenen und in den glazialen Becken. Aber auch die Talsohlen und die berühmten Eingänge zum Park sind naturwissenschaftlich sehr interessant. Die große Vielfalt an Naturräumen und Landschaften ist das bedeutungsvollste Merkmal des Nationalparks, vor allem im Sommer während der Blütezeit. Der westliche Sektor, "Vette" genannt, ist durch Grasgipfel (der Berühmteste ist Monte Pavione mit 2.335 Metern Höhe), Hangschutt, Gletschermühlen und Karstbecken charakterisiert. Man erreicht dieses Gebiet von den Hügeln (Croce d'Aune, Col dei Mich, Val di San Martin) aus über die steilen Wanderwege, die am Fusse von steilen Berghängen führen, die den Voralpen erstaunlichg ähneln. Die Gruppe Cimonega ist dagegen den Dolomiten ähnlich, und der höchste Gipfel ist Sass de Mura mit 2.550 Metern. Man kann die Gruppe von Valle di Canzoi aus erreichen. Von diesem Tal aus kann man auch die Hochebenen Erera-Brendol und Piani Eterni im östlichen Sektor der Alpi Feltrine erreichen. Dolomitische und alpinische Merkmale sind in den Gruppen von Pizzocco und Agnelezze zu finden.
Die Berge Monti del Sole (auf beiden Hängen von Mis und Cordevole) stellen das wilde Herz des Nationalparks dar. Diese Gipfel sind imposant und unerreichbar, wie ein verwunschener Tempel in dem eine unbekannte Macht den Menschen verscheucht. Schon auf einer niedrigeren Höhe bilden Schluchten, Murfurchen, Wasserfälle, steile Gebirgskämme und Felsnasen eine unvergesslich bezaubernde Landschaft, die den östlichen Gebieten der Alpen gleicht.
Auch auf dem Belluno - Hang wechseln imposante Dolomitenwände (z.B. Burel della Schiara) und Grasgipfel (Monte Serva) einander ab. Sehr interessant sind auch der schöne Wald in der Conca di Cajada und die Schluchten der Gruppe von Talvena. Die saftig begrasten Hänge des Val Zoldana (Val Pramper und del Grisol) sind typisch für die Dolomiten und unterscheiden sich stark von den trockenen, felsigen Hängen, die man im Piave-Tal zwischen Ponte nelle Alpi und Longarone sehen kann.
Innerhalb des Nationalparks befinden sich auch zwei künstliche Seen, Mis und de La Stua in Val Canzoi.
Huftiere sind die wichtigsten Tierarten im Nationalpark. Beispiele dafür sind Gämse (ca. 2000 Exemplare), Reh und Hirsch (zur Zeit wachsend).
Die Befreiung des Mufflons in Val Scura, der sich dort an die Umwelt sehr gut angepasst und schnell vermehrt, wird stark kritisiert. Im Park leben ausserdem sämtliche Tierarten, die typisch für die Alpen- und Dolomitenfauna sind, jedoch gibt es wenige Angaben über ihre Anzahl. Diese Arten sind z.B.: Alpenhase, Fuchs, Dachs, Hermelin, Mauswiesel, Marder, Steinmarder, Eichhörnchen und Igel. Die kleineren Säugetiere spielen aber auch eine wichtige Rolle.
Die Vogelarten des Nationalparks sind ziemlich bekannt. Unter den interessantesten Naturräumen sind die Hügel, die außerhalb des Parks liegen, und wo man noch traditionelle Landwirtschaft betriebt, vor allem auch die Feuchtgebiete in den Talsohlen, die sich dem Fluss Piave entlang erstrecken, zu nennen.
Hier leben Tag- sowie Nachtraubvögel. Der Goldadler z.B. ist unter den üblichen Bewohnern des Parks und nistet sich in den Spalten und Schluchten der Felswände ein.
Eine wichtige Rolle spielen auch die Rauhfusshühner (Auerhahn, Birkhuhn, Haselhuhn und Alpenschneehuhn) und das Steinhuhn. Es handelt sich um Vogelarten von großer Bedeutung, da sie vom Aussterben bedroht sind. Eine wichtige Funktion des Nationalparks ist die Erhaltung dieser Vogelarten.
Amphibien und Reptilien sind auch sehr wichtig, auch wenn wenige Feuchtgebiete innerhalb des Parks liegen.
Unter diesen Tieren sind der seltene schwarze Salamander, Frösche und Molche, auch in recht grosser Höhe zu erwähnen.
Man braucht übrigens keine Angst vor den Vipern zu haben, wenn die notwendigen Vorsorgemassnahmen getroffen werden. Ohnehin greift die Viper gewöhnlicherweise nur dann an, nur sie gereizt wird. Oft verwechselt man auch andere Natter (Glattnatter, Karbonarschlange, Äskulapnatter, usw.) mit der Viper.
Was die gerine Verfügbarkeit von Fischen betrifft, so haben Angler Massnahmen zur Bestandsauffüllung getroffen.
Es handelt sich um einen Sektor von grossem wissenschaftlichem Interesse, auch wenn diese Tiere von den Wanderern vielleicht nicht so geschätzt werden.
Unterschiedliche Gruppe sind noch unbekannt bzw. wenig geforscht. Zahlreiche fehlende Informationen betreffen die vorglazialen Mollusken und, was Insekte betrifft, Laufkäfer, die in den Höhlen und in unterirdischen Naturräumen leben. Es gibt auch sehr interessante endemische Arten, wie beispielsweise Orotrechus pavionis, O. theresiae, Neobathyscia dalpiazi, Leptusa pascuorum pavionis und andere, die zur Zeit noch ereforscht werden. Die Informationen, die bereits gesammelt wurden, deuten auf die ausserordentliche biogeographische Vielfalt des Schutzgebietes an.
Einer der wichtigsten wissenschaftlichen Motivationspunkte zur Gründung des Nationalparks liegt mit Sicherheit in der Vielfalt und Besonderheit seiner Flora.
Schon seit dem 18. Jahrhundert waren Vette di Feltre und M. Serva, berühmt. Sie wurden daher von den renommiertesten Botanikern besucht. Die Gefäßpflanzenflora (Pflanzen mit Blumen und andere, wie beispielsweise der Farn, die Wurzeln, Stamm und Blätter haben) umfasst zirka 1500 Pflanzenarten. Darunter sind viele Pflanzen von einem naturwissenschaftlichen Gesichtspunkt aus sehr interessant, da sie endemisch, selten oder von großer phythogeographischer Bedeutung sind. Der südliche Teil des Nationalparks ist noch reicher an Flora, da er von den Vereisungen weniger getroffen wurde und so uralte Pflanzenarten überleben konnten. Das Dolomitengebiet ist weniger reich an endemischen Pflanzenarten als einige voralpine Zonen, aber man kann hier trotzdem seltene Pflanzen finden, die am Rande ihres Verbreitungsgebietes leben. Die Arten, die am meisten verbreitet sind, gehören zum alpinen Bestand (insbesondere zum östlichen Bestand) und zum borealen und eurasisch- gemäßigten Bestand. Atlantische bzw. mediterrane Pflanzenarten sind ziemlich selten, aber man soll doch diejenigen erwähnen, die zum östlichen Bereich (balkanisch, ponto-mediterran, südosteuropäisch) und zu den mediterranen Gebirgen gehören.
| Delphinium dubium (Speronella) | Butterblume, im Sommer gut verbreitet, wächst in einigen Ortschaften der Vette und auf festem Kies. |
| Cortusa matthioli | Schöne Primel, im westlichen Teil verbreitet, von den Gipfeln bis zum Becken des Mis. Bevorzugt schattige, kühle Orte, die lange eingeschneit bleiben und reich an Nährstoffen sind. |
| Astragalus sempervirens | Dorniger, relativ gut verbreiteter Talus der westlichen Alpen, wächst auf trockenen, steinigen Hängen (Forcella La Varetta, Vescovà, Pian de Fontata). |
| Alyssum ovirense | Illyrische Art; bildet dank seiner starken Wurzeln grosse Kolonien, welche die lang verschneiten, dann im Sommer warmen Trümmer gelb tapezieren. Exklusiv im Pavione und bei Busa delle Vette sowie sowie im Feltrino und auf dem M. Serva vorhanden. |
| Thlaspi minimum | Kleine, weissblütige Crucifera; wächst auf lang verschneiten Trümmern und nur im westlichen Teil, von der Vallazza bis zum Canzoi Tal. Hier entdeckt im Jahr 1763. |
| Lilium carniolicum | Schöne Lilie der grasig-steinigen Hänge des Bergbandes, Position gen Süden, im westlichen Teil. |
| Campanula morettiana | Dolomitischer Endemysmus, auf dem gesamten Territorium präsent bei Quoten über 1000 - 1200 m. Er blüht mitten im Sommer dove. Oft wächst er in Begleitung einer anderen dolomitisch-endemischen Art, der früh blühenden Primula tyrolensis. |
| Rhizobotrya alpina | Seltener dolomitischer Endemismusa, unauffällige,, geschützte Pflanze, wächst auf feuchtem Kies in der Höhe. Auf den Gipfeln von Feltre entdeckt im Jahr 1833. |
| Sempervivum dolomiticum | Sukkulente der hohen, trocckenen Gebiete (Piadoch, Campotorondo). |
| Trifolium noricum | Gedeiht auf oberflächlichem Grund und auf frischen Weiden. |
| Delphinium dubium (Speronella) | Butterblume, im Sommer gut verbreitet, wächst in einigen Ortschaften der Vette und auf festem Kies. |
| Cortusa matthioli | Schöne Primel, im westlichen Teil verbreitet, von den Gipfeln bis zum Becken des Mis. Bevorzugt schattige, kühle Orte, die lange eingeschneit bleiben und reich an Nährstoffen sind. |
| Astragalus sempervirens | Dorniger, relativ gut verbreiteter Talus der westlichen Alpen, wächst auf trockenen, steinigen Hängen (Forcella La Varetta, Vescovà, Pian de Fontata). |
| Alyssum ovirense | Illyrische Art; bildet dank seiner starken Wurzeln grosse Kolonien, welche die lang verschneiten, dann im Sommer warmen Trümmer gelb tapezieren. Exklusiv im Pavione und bei Busa delle Vette sowie sowie im Feltrino und auf dem M. Serva vorhanden. |
| Thlaspi minimum | Kleine, weissblütige Crucifera; wächst auf lang verschneiten Trümmern und nur im westlichen Teil, von der Vallazza bis zum Canzoi Tal. Hier entdeckt im Jahr 1763. |
| Lilium carniolicum | Schöne Lilie der grasig-steinigen Hänge des Bergbandes, Position gen Süden, im westlichen Teil. |
| Campanula morettiana | Dolomitischer Endemysmus, auf dem gesamten Territorium präsent bei Quoten über 1000 - 1200 m. Er blüht mitten im Sommer dove. Oft wächst er in Begleitung einer anderen dolomitisch-endemischen Art, der früh blühenden Primula tyrolensis. |
| Rhizobotrya alpina | Seltener dolomitischer Endemismus, unauffällige, geschützte Pflanze, wächst auf feuchtem Kies in der Höhe. Auf den Gipfeln von Feltre entdeckt im Jahr 1833. |
| Sempervivum dolomiticum | Sukkulente der hohen, trockenen Gebiete (Piadoch, Campotorondo). |
| Trifolium noricum | Gedeiht auf oberflächlichem Grund und auf frischen Weiden. |
Auch die Vegetation des Nationalparks ist sehr interessant und verfügt über detaillierte, aktuelle Beschreibungen. Es gibt unterschiedliche Höhenstufen.
Diese Stufe umfasst Laubwälder mit Weißbuchen, Eichen und gewöhnlichen Hopfenbuchen. In sonniger Lage bis 1000 – 1200 Meter Höhe. Oft handelt es sich hierbei um Gebiete, die vom Menschen verändert wurden. Nennenswert sind auch die primitiven, felsigen Standorte und dürren Hänge.
Diese Stufe umfasst breite Wälder mit Buchen und Nadelwäldern. In bestimmten Bereichen (Caiada, Val del Grisol) bildet die Weisstanne breite Bestände. In trockenen Standorten mit steilen Hängen wachsen schöne Pinienwälder mit Waldföhren und Schwarzkiefern, wobei sich das Verbreitungsgebiet der Schwarzkiefer erstreckt bis nach Valle del Mis . Interessant sind auch die trockenen Bergwiesen, welche die ursprünglichen Wälder auf den südlichen Hängen ersetzen, die entwaldet wurden. aber reich an seltenen Arten sind.
Die Nadelwälder (mit Fichten) sind vor allem aus anthropischer Herkunft und die Buchenwälder werden stückweise mit Latschenwäldern ersetzt. Auf den Hängen, die am meisten vom maritimen Klima betroffen sind, fehlen die Fichtenwälder ganz. In großer Höhe sind alpine Sträucher mit Latschenwäldern, die auch in niedriger Höhe zu finden sind, Weidenwälder, Erlenwälder und Sträucherwälder mit Rhododendron und Vaccinien stark verbreitet.
Dies ist die botanisch interessanteste Stufe, die durch unterschiedliche Pflanzengemeischaften gekennzeichnet ist. Hier sind einige endemische Pflanzengemeinschaften zu erwähnen, die hier zum ersten Mal beschrieben werden. Auf den Felsen gedeihen z.B. Saxifragetum burseranae und Campanuletum morettianae. In den vor Regen geschützten Schluchten sind Gemeinschaften von Silene veselskyi zu finden. Auf dem Geröll wachsen sogar „Alisseto dei brecciai", „adenostileto" und "cortuseto". Zur Verfügung stehen unterschiedliche wissenschaftliche Studien über andere Naturräume in großer Höhe, Schneelöcher und Geröll. Sehr wichtig, aber auch sehr selten sind die Feuchtgebiete und die Quellen. Die Flussufer sind übrigens reich an interessanten Pflanzenarten.
Das Parkgebiet ist sehr vielfältig, was seine Struktur und Stratigraphie betrifft. Der südliche Sektor ist ein bedeutendes Gebiet zur Forschung und Ausbildung vieler Geologen.Als die Kontinente noch nicht völlig getrennt waren, am Anfang des Mesozoikums, lag dieses Gebiet zwischen dem sogenannten "Ruga Trentina" und dem "Piattaforma friulana", die durch ein seichtes Meer und Lagunen charakterisiert waren. Zwischen diesen beiden Gebieten hat sich das Becken von Belluno geformt, wo sich die Rückstände eines tieferen Meeres abgelagert haben, die reich an Kiesel- und Mergelkomponenten waren und zur Entstehung unterschiedlicher lithologischer Formationen führten.
Das Territorium des Parks umfasst Naturräume in mittlerer bis grosser Höhe, die kaum bewohnt sind, trotzdem spielen die Zeugnisse der menschlichen Arbeit eine wesentliche Rolle.
Mit dem Präsidialerlass, der zur Entstehung des Verwaltungsorgans vom Nationalpark geführt hat, hat man auch die Grenzen erweitert, so dass der Park zwei wichtige Gebiete von historischem Interesse umfasst. Certosa di Vedana, iegt in der Nähe des gleichnamigen Sees in der Gemeinde von Sospirolo und stellt einen wunderschönen aber pflegebedürftigen architektonischen Komplex dar. Was die ehemaligen. Die Ex Miniere di Valle Imperina in der Gemeinde von Rivamonte betrifft, wurden einige Maßnahmen ergriffen, um dieses Gebiet zu schützen, da es mit der Tradition der Gegend eng verbunden ist und durch die Jahrhunderte die Wirtschaft und Landschaft des Agordino stark geprägt hat.