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Naturschutzgebiet

Identitätskarte

  • Grundstucksgröße (ha): 15.000,00
  • Regionen: Piemonte
  • Provinzen: Verbano-Cusio-Ossola
  • Städte: Aurano, Beura-Cardezza, Caprezzo, Cossogno, Cursolo Orasso, Intragna, Malesco, Miazzina, Premosello Chiovenda, San Bernardino Verbano, Santa Maria Maggiore, Trontano, Vogogna
  • Zur Festlegung von Maßnahmen: LN394 6/12/1991 - D.M. 02/03/1992, D.P.R. 23/11/1993, D.P.R. 24/06/1998
  • Offizielle Liste Nat.: EUAP0014

 

 
Masso coppellato an der Alpe Prà
Blätter

Val Grande Nationalpark

Der Nationalpark Val Grande, in der Nähe des Lago Maggiore, ist das größte Wilderness-Gebiet Italiens. Von Mailand ist es weniger als 100 km entfernt und von Turin 150 km. Ein einzigartiges Tal, außerhalb der Welt, von Ruhe und der Natur beherrscht. Ein Umweltsanktuarium, das mit großem Respekt zu besuchen ist.
Aber das Val Grande ist auch Geschichte. Die lange Geschichte einer Bergzivilisation, von der die Orte und Bewohner der Dörfer erzählen, die dieses Gebiet um Ossola, Verbano, das Vigezzo-Tal, das Intrasca-Tal und Cannobina einschließen. Und auch wer sich damit zufrieden gibt, bis zur Schwelle eines so wilden Gebiets zu kommen und in einem der Orte seiner Umgebung Halt macht, hat die Gelegenheit, die Eindrücke eines Wilderness-Gebiets zu erleben. Denn das Val Grande ist nicht nur ein Park, sondern vor allem ein Tal großer Emotionen.

Val Grande wird von den Felsbergen geschützt, die das Tal umgeben. 1967 wurde das Gebiet ums Felsmassiv Pedum zum integralen Naturreservat erklärt. In den Achtzigern förderten dann die lokalen Behörden, nämlich die Region Piemonte und das Umweltministerium, die Verwirklichung eines Nationalparks.

Der Park wurde 1992 gegründet. Er erstreckt sich auf die folgenden Gemeinden: Aurano, Beura-Cardezza, Caprezzo, Cossogno, Cursolo Orasso, Intragna, Malesco, Miazzina, Premosello Chiovenda, San Bernardino Verbano, Santa Maria Maggiore, Trontano und Vogogna.

Das schreckliche "Hundeparadies"

Der Zauber der Geschichte

Val Grande ist reich an Geschichte. In der Vergangenheit stützte sich das Tal auf die Alpenkultur und die beiden Haupttätigkeiten, nämlich die Almweiden und die Abholzung. Was zudem noch Touristen heranlockt, ist die Cadorna Verteidigungslinie, d.h. ein militärischer Festungsbau, welcher während des Zweiten Weltkriegs errichtet wurde, um eine deutsch-österreichische Invasion über die Schweiz abzuhalten. Wegen des Krieges wurden 1944 übrigens besonders viele Almen verlassen, so dass Val Grande sozusagen wieder von der Wilderness zurückgewonnen wurde.

Weitere Informationen (auf italienisch)

Flora

Was Touristen wiederum anzieht, ist natürlich auch der Reichtum an Vegetation und die Vielfalt an Blumen- und Pflanzenarten. Im unteren Teil des Tals befinden sich Laubwälder und Kastanienbäume, im oberen Teil Buchenwälder, vor allem in den feuchteren und dunkleren Bereichen. Es finden sich auch Nadelwälder, insbesondere aus Fichten und Weißtannen. Der Lärchenbestand ist auf Grund der Klimaverhältnisse und Abholzungen der letzten Jahrhunderte zurückgegangen. Weiter oben weichen die Wälder dann einer reinen Sträucherlandschaft. Unter den vorhandenen botanischen Arten sind die Alpen-Akeleien und alpinen Tulpen besonders nennenswert.

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Reh

Die Fauna

An Säugetieren gibt es im Park Huftiere, Gämsen, Hirsche und Rehe. Füchse, Dachse, Marder, Steinmarder, Igel, Siebenschläfer und Eichhörnchen leben ebenfalls hier. Es finden sich auch Kleinsäugetiere, wie z.B. Wildmäuse, Schermäuse und Spitzmäuse, die ein wichtigeres Glied in der Wald-Nahrungskette darstellen, als man glauben mag.
Der Park ist auch reich an Vogelarten, wie z.B. Wasseramsel und Goldadler.
Die Forelle findet übrigens in diesem Park ein ideales Habitat vor, da seine Gewässer besonders rein sind. Amphibien und Reptilien sind auch vorhanden.

Weitere Informationen

Geologie und Geomorphologie

Das Gebiet wird in 3 unterschiedliche Gesteinskategorien aufgeteilt, und zwar: Magmatisches, metamorphisches und sedimentäres Gestein. Im Gebiet um Val Grande gibt es aber nur metamorphisches Gestein. Dank dieser unterschiedlichen Gesteine hat sich das Territorium insgesamt, geomorphologisch gesehen, auch unterschiedlich entwickelt.
Die Vereisungen des Quartärs haben den Gipfeln eine bestimmte Form gegeben, während Anschwemmungen Terrassen gebildet haben, auf denen später Dörfer und Weiden entstanden.

Weitere Informationen

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